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Bühne des Adalbert-Stifter-Saals mit rotem Vorhang

Vortrag

Vertriebenenintegration nach 1945 im Vergleich: Die Fallbeispiele Bundesrepublik Deutschland, DDR und Österreich.

In dem Vortrag von Professor Dr. phil. habil. Matthias Stickler wird dargelegt, wie sich die Vertriebenenintegration in der
Bundesrepublik Deutschland, der DDR und der Republik
Österreich unterschied.

Alle drei Staaten waren von der Problematik in ähnlicher Weise betroffen, auch wenn die beiden deutschen Staaten die größte Integrationslast zu schultern hatten. Während dort von vornherein klar war, dass die Vertriebenen oder „Umsiedler“ wie sie in der SBZ/DDR euphemistisch genannt wurden, integriert werden mussten, gab es in Österreich noch bis Mitte der 1950er Jahre Überlegungen, die „volksdeutschen Flüchtlinge“, wie die Betroffenen dort hießen, durch Abschiebung nach Deutschland ganz oder teilweise wieder loszuwerden. Die konkreten Integrationsmaßnahmen wie auch Einbürgerungen begannen in Österreich deshalb später. Die beiden deutschen Staaten unterschieden sich in ihrer Integrationspolitik vor allem dadurch, dass die DDR eine Diktatur war, die zudem stark Rücksicht nehmen musste auf den politischen Rahmen, den die sowjetische Besatzungsmacht vorgab. Deshalb wurde die „Umsiedler-Frage“ dort recht schnell als gelöst bezeichnet und die damit verbundenen Probleme wurden tabuisiert.

Eintritt frei
Ort Adalbert Stifter-Saal
Anmeldung sudak@mailbox.org oder Tel. 089 48000 348
Veranstalter Sudetendeutsche Akademie der Wissenschaften und Künste www.sudetendeutsche-akademie.eu